Sanierung der Strasse innerorts inkl. Erstellung eines Trottoirs sowie Erneuerung der Werkleitungen

Das Projekt

 

Bestehende Verhältnisse vor Baubeginn

Die Domleschgerstrasse ist eine kantonale Verbindungsstrasse, die in Rothenbrunnen beginnt und in Thusis endet. Sie erschliesst die rechtsrheinischen Gemeinden des Domleschgs und weist sehr unterschiedliche Ausbaustandards auf. Die ursprünglich schmale Strasse wurde abschnittsweise baulich verbessert und mit Schwarzbelägen versehen und weist heute weitgehend eine zweispurige Fahrbahn auf.

 

Ein noch nicht ausgebauter Abschnitt erstreckt sich in Rodels vom südlichen Dorfende Pratval auf einer Länge von ca. 635 m bis ans Dorfende Richtung Paspels. Bis heute besteht für die Fussgänger keine Möglichkeit, auf einem Trottoir in den Dorfkern zu gelangen.

 

Im Jahre 1991 konnte am Teilstück zwischen dem Gemeindehaus Pratval und der Abzweigung Almens in einer ersten Etappe ein Trottoir erstellt und somit das wohl gefährlichste Teilstück entschärft werden. Im Jahre 2004 wurde das Teilstück Pratval innerorts bis zur Almenserbrücke ausgebaut und mit einem Trottoir ergänzt.

 

Der Ausbau dieses Abschnittes der Domleschgerstrasse muss aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Strassenunterhalts als dringend notwendig beurteilt werden.

 

Zum Projekt

Das ausgearbeitete Projekt sieht vor, die bestehende Strasse auf 5.80 m zu verbreitern, um den gewünschten Ausbaustandart der Domleschgerstrasse zu realisieren. Auf der östlichen Seite der Verbindungsstrasse bis zur Almenserbrücke ist ein Trottoir von 1.50 m Breite vorgesehen, welches an das Trottoir der Gemeinde Pratval anschliessen wird. Weiter ist vorgesehen, an der Almenserbrücke einen neuen Posthalteplatz zu schaffen.

 

Einige Kunstbauten werden abgebrochen und zum Teil Stützmauern erstellt. Grundsätzlich weicht die neue Linienführung nur wenig von der heutigen Strassenlage ab. Das Trassee folgt auf seiner ganzen Länge dem bestehenden Strassenverlauf. Die Grundrisselemente sind so gewählt worden, dass eine harmonische Trasseeführung erreicht wird. Das neue Längenprofil weist nur ein minimales Gefälle bzw. eine minimale Steigung auf und verläuft annähernd höhengleich mit der heutigen Strasse.

 

Das Meteorwasser der Strasse wird mittels Einlaufschächten gefasst und über eine Transportleitung dem Almenserbach zugeführt. Zur Verminderung von Schäden am Strassenkörper durch bergseitiges Sickerwasser ist auf der ganzen Strassenlänge eine Sicker- und Transportleitung vorgesehen, welche das Hangwasser, die Planumsentwässerung und das anfallende Strassenwasser aufnehmen kann.

 

Mit dem Strassenbau inkl. Erstellung der Trottoirs müssen auch einige Werkleitungen neu verlegt oder angepasst werden.

 

Die Sanierung der Kantonsstrasse erfolgt in einem separaten Projekt und wird vom Kanton finanziert, allerdings hat auch die Gemeinde einen Anteil zu begleichen.

 

Die Durchführung des Projektes und der Kredit wurden anlässlich der Gemeindeversammlung vom 3. November 2008 genehmigt.

 

Die Bauarbeiten konnten Mitte April 2010 in Angriff genommen werden und man rechnet damit, im Jahre 2010 Arbeiten mit einer Kostenfolge von ca. Fr. 400'000.-- ausführen zu können. Der Abschluss des Gesamtprojektes ist im Herbst 2012 geplant.

Kosten und Finanzierung

Gemäss Kostenzusammenstellung sehen die Kosten wie folgt aus:
Baukosten Kantonsanteil Fr. 2'070'000.--
Baukosten Gemeindeanteil Fr. 911'000.--
Werkleitungen für Wasser Fr. 165'000.--
Baumeisterarbeiten Wasserversorgung, Kanalisation Fr. 184'000.--
Strassenbeleuchtung Fr. 17'000.--
Unvorhergesehenes Fr. 23'000.--
Gesamtkosten Fr. 3'370'000.--
Die Finanzierung sieht folgendermassen aus:
Gesamtkosten Fr. 3'370'000.--
./. Anteil Kanton Graubünden Fr. 2'070'000.--
Anteil Gemeinde Rodels Fr. 1'300'000.--
./. Eigene verfügbare Mittel Fr. 106'000.--
Noch nicht gedeckte Restkosten Fr. 1'194'000.--

Im Interesse der Verkehrssicherheit sowie des Dorfbildes und des Unterhaltes ist der Ausbau der Domleschgerstrasse sinnvoll und notwendig. Es ist zudem aus Kostengründen sicher ratsam, gleichzeitig die alten Werkleitungen zu erneuern.

 

Mit der Realisierung dieses Ausbauprojektes kann die Verkehrssicherheit auf den angestrebten Standart gebracht werden.

 

Aus den erwähnten Gründen können wir Ihnen eine finanzielle Unterstützung sehr empfehlen.

 

Bis heute konnten wir für dieses Vorhaben Spenden in der Höhe von Fr. 500.-- vermitteln.